Förderschwerpunkte

Der Kindergarten sieht seine Aufgabe darin, den Kindern in ihrer Spielfreude, ihrem Wissensdurst und ihrem Schaffensdrang die nötigen Rahmenbedingungen zu geben. Dies geschieht vorrangig durch den engen Kontakt mit gleichaltrigen Menschen und gut ausgebildetem Personal, mit denen sie gemeinsame Erfahrungen erleben und austauschen können.

In dieser wichtigen Phase ihres Lebens wollen wir die Kinder gemeinsam mit den Eltern mit unserer pädagogischen Erfahrung begleiten, damit sie sich sozial, motorisch und selbstbewusst entwickeln und die Reise in eine glückliche Zukunft beginnen können.

Wir konzentrieren uns bei unserer Arbeit auf zehn themenbezogene Förderschwerpunkte:

1. Ethische und religiöse Bildung und Erziehung
2. Sprachliche Bildung und Förderung
3. Sozial-emotionales Lernen und Partizipation
4. Mathematische, Naturwissenschaftliche und technische Bildung
5. Umweltbildung und -erziehung
6. Medienbildung und -erziehung
7. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bidlung und Erziehung
8. Musikalische Bildung und Erziehung
9. Bewegungserziehung und Bewegungsförderung
10. Gesundheitliche Bildung und Erziehung

1. Ethische und religiöse Bildung und Erziehung

Religion bedeutet Wertschätzung und Toleranz. Die religiöse Erziehung erfolgt bei uns nicht losgelöst von den übrigen Bereichen, sondern fliesst in die gesamte Erziehung mit ein. Religiöse Feste gestalten wir gemeinsam mit den Kirchen und unserem Herrn Pfarrer.

2. Sprachliche Bildung und Erziehung

Im Laufe ihrer Kindergartenzeit sollen insbesondere die kognitiven Kompetenzen der Kinder gestärkt werden, wie differenzierte Wahrnehmung, Denkfähigkeit und Gedächnis. Teil der Gedächnisschulung ist auch die Spracherziehung. Die Sprache ist das wichtigste Mittel des sozialen Kontaktes. Sprache und Denken stehen in einer engen Wechselbeziehung. Deshalb geben wir dem Mitteilungsbedürfnis der Kinder Raum, sie lernen, anderen zuzuhören, und erweiteren ihren Wortschatz (z.B. durch Lieder, Gedichte, Rätsel, Sprüche). Dabei fördern wir auch die Sprach-, Lese- und Schreibkompetenz (Literacy). Hierbei arbeiten wir mit dem"Würzburger Sprachprogramm", Trainingsprogramm zu Erziehung zu phonologischer Bewusstheit.

3. Sozial-emotionales Lernen und Partizipation

Wir unterstützen die Kinder bei der Lösung von Problemen, indem wir ihnen Probleme nicht abnehmen, sondern sie ermuntern, selbst Lösungen zu suchen. Das Fördern von sozial-emotionalen Kompetenzen bei Kindern zur Stärkung ihrer Konfliktfähigkeit ist ein elementarer Bestandteil in der psychosozialen Prävention. Kinder mit der Fähigkiet zur Konfliktlösung greifen in heftigen Auseinandersetzungen mit grösserer Wahrscheinlichkeit nicht zur Gewalt, weil sie ihr Selbstwertgefühl nicht auf Kosten von anderen stabilisieren müssen. Um diese sozial-emotionalen Kompetenzen der Kinder zu stärken, arbeiten wir mit dem Programm FAUSTLOS, das der Prävention aggressiven Verhaltens dient.

Bei unserer täglichen Arbeit ist uns auch das Prinzip der Partizipation sehr wichtig: Wir achten darauf, die Kinder teilhaben und mitbestimmen zu lassen, um ihre Selbstständigkeit zu fördern. Beispiele hierfür sind Kinderkonferenzen, Projektarbeit oder dass wir den Kindern zuhören und ihren Anliegen Zeit widmen.

4. Mathematische, naturwissenschaftliche und technische Bildung

Unser mathematisches Konzept beruht auf der konkreten Darstellung des Begriffs "Zahlenraum": Erkennen und Herstellen von Mustern und Figuren. Reihenfolgen fortsetzen (z.B. "Schau genau", "Differix"). Im Rahmen der naturwissenschaftlichen Bildung bieten wir kindgerechte Möglichkeiten, mit Dingen aus dem Alltag zu experimentieren, z.B. Wasser, Licht und Farben (z.B. "Wir erarbeiten einen Farbenkreis").

5. Umweltbildung und -erziehung

Die Themen "Umwelt und Kultur" sind in unseren Tagesablauf integriert - von Mülltrennung, Gartenpflege, dem Beobachten der Natur und ihrer jahreszeitlich bedingten Veränderungen, bis zum Waldspaziergang mit einem Förster.

6. Medienbildung und -erziehung

Medien sind ein fester Bestandteil der kindlichen Lebenswelt. Somit sind Medien und deren Wirkungen bei Kindern auch Thema in unserer Einrichtung. Ziele in der Medienbildung sind:

7. Ästhetische, bildnerische und kulturelle Bildung und Erziehung

Unsere Kinder haben eine Vielfalt an räumlichen Möglichkeiten, ihrer Phantasie zur Selbstgestaltung und dem eigenen Rollenspiel nachzukommen. Wir fördern auch ihre Kreativität und ermuntern die Kinder Reime zu erfinden, Geschichten zu erzählen, nach eigenen Vorstellungen zu malen oder selbst erfundene Melodien zu singen.

8. Musikalische Bildung und Erziehung

Über Rhythmus vermitteln wir Vertrauen zu Umwelt und zu den anderen Kindern. Melodie und Bewegung helfen, Körper und Seele in Einklang zu bringen. Im Rahmen der musisch-rhythmischen Erziehung ermöglichen wir den Kindern Musik, Tanz und Bewegung zu erforschen, z.B. mit

9. Bewegungserziehung und Bewegungsförderung

Wir bieten dem natürlichen Bewegungsdrang der Kinder ausreichend Platz. Regelmässige Gartenbenutzung ist eine unserer vielseitigen Möglichkeiten zu ausrechender Bewegung. Bewegung umfasst alles, was wir mit den Kindrn gemeinsam erfahren - denn wer sich in seiner Haut wohl fühlt, kann sicherer auftreten.

10. Gesundheitliche Bildung und Erziehung

In unserem Kindergarten sind Zahnarzt, Gesundheitsamt und Heilpraktiker gern gesehene Gäste. Wir besuchen jedes Jahr die Kinderstation unseres Krankauses und laden die Sanitäter des Roten Kreuzes zu uns ein. Zusammen mit den KIndern werden viele Situationen aus dem Erste-Hilfe-Bereich erarbeitet und durchgespielt. Wir legen grossen Wert auf Selbstständigkeit, auch im Hygienebereich. Unsere Kinder sind aufgefordert, Körperpflege durch Projekte (z.B. Zahnhygiene und Körperhygiene) mit Freude zu erfahren. Der Umgang mit Unfallverhütung ist ein ständiger Punkt in unserer Arbeit.